Donnerstag, Dezember 31, 2009

Top 10 2009

01 Sunn O))): Monoliths & Dimensions
02 Oneida: Rated O
03 Animal Collective: Merriweather Post Pavillon
04 Bill Callahan: Sometimes I Wish We Were an Eagle
05 Wolves in the Throne Room: Black Cascade
06 Die Goldenen Zotronen: Die Entstehung der Nacht
07 Nadja: When I See the Sun Always Shines on TV
08 Xasthur: All Reflections Drained
09 Austere: To Lay Like Old Ashes
10 Fuck Buttons: Tarot Sport

Mittwoch, August 19, 2009

Unverhofft etc.

Jan Wigger, der bei SpOn neben Andreas Borcholte für CD-Reviews zuständig ist, kommt ja seit Aeonen bei Besprechungen von Platten aka CDs, die irgendwie dem Singer/Songwriter-Genre zuzuordnen sind, nicht am Maßstab der aktuellen Bill Callahan (Sometimes I Wish We Were an Eagle) vorbei. Da mein Budget gerade mal etwas Spielraum hatte, kann ich nur sagen: zu Recht. Spitzen Sache, das. Dürfte auch den Atheisten unter uns, also JT Firefly, gefallen; im letzten Song "Faith/Void" heißt es so schön:"It's time to put God away".

Das sonore Timbre gemahnt des Öfteren an Lambchop, was ja nicht die schlechteste Referenz ist. Ansonsten schöne Platte, die manchmal ein bißchen arg viel Streicher im Gepäck hat. Aber, mein Gott, irgendwann ist es auch mal gut mit Stimme, Gitarre und sonst nichts.

Donnerstag, Mai 28, 2009

Letztes Kapitel der Barca-Dependance (vorerst)

Nach zehn Minuten, die der FC Barcelona recht glücklich ohne Gegentor überstand, kriegt Barca das Champions-League-Finale gegen Man United in den Griff und wird verdient CL-Sieger 2009.

Folgerichtig endete unser Abend mit folgendem Singsang: "Ihr seid die Nummer eins, Ihr seid die Nummer eins, Ihr seid die Nummer eins usw."

Wer an einer Zusammenfassung interessiert ist liest bitte das Liveblogging von Trainer Baade nach.

Montag, Mai 25, 2009

I'm gonna get dressed...

for defeat!¹

Wer in letzter Zeit halbwegs regelmäßig hier hin gesurft ist wird nicht an der offenkundigen Wahrheit vorbei gekommen sein, daß bei Schnurbärte sind bäh einiges im Argen liegt. Niedrige Veröffentlichungsfrequenz, merkwürdige Posts zu später Stunde, um nur mal die augenfälligsten Indizien zu nennen. Die Gründe dafür sind so mannigfaltig wie sie in einer Welt, die sich einfachen Zugriffen verweigert, halt sind: komplex, verzweigt, multikausal. Oder anders gesagt, mein Antrittsbesuch bei der örtlichen ARGE steht an. Aber ist ja nicht alles schlecht: ich hab kein Vermögen, das ich verstecken müsste, außerdem ist abstrakte Ablehnung des Konglomerats Alimentierung/Gängelung irgendwie eh immer blöder als Ablehnung qua Erfahrung.

Eigentlich bin ich beherzter Vertreter der These, daß Arbeit (angestellt, selbständig, geringfügig, egal) suboptimal sei. Es bleibt also spannend, ob mich die Erfahrung überwachter Versorgung zumindest in diesem Punkt bestätigen oder widerlegen wird. Na ja, so spannend wird es dann wohl doch nicht...


¹ zur Erläuterung siehe hier, hier und hier

Sonntag, Mai 17, 2009

Red Bull verleiht nicht nur Flügel

Letztens musste ich nach einer unglücklichen Bewegung meines Begleiters bei dezenter Alkoholvernichtung nachts noch einen frischen Tabak erstehen. Also, zur Nachtbude meiner Nachbarschaft gedackelt und die einzige noch verfügbare Tabaksorte erstanden. Seitdem riecht es in meiner Luxussuite irgendwie nach Obdachlosigkeit...

Neues aus der Barca-Dependance

Ja, ja, ich weiß, langsam wird es langweilig, aber ist ja auch das vorletzte Mal...

Um es kurz und knackig zu machen, der FC Barcelona ist ohne eigenes Zutun drei eigene Spiele vor Saisonende spanischer Meister! Dank eines Last-Minute-Tores von Villareals Capdevila gegen Real Madrid liegt Barca uneinholbar bei noch zwei ausstehenden Spielen von Real Madrid mit 8 Punkten Vorsprung vor den zukünftig irgendwann vielleicht mal wieder Galaktischen auf Platz eins. Also, yippie!

Fehlt nur noch der krönende Abschluß, aber das könnte am 27.05. in Rom gegen Manchester United harte Arbeit werden.

edit: den logischen Fehler dieses Posts möge, bitte, ein/e Kommentator/in korrigieren

Freitag, Mai 15, 2009

ROFLCOPTER

Bitte geben Sie in die Adressleiste Ihres Browsers http://selbstmitleid.de ein und es geht Ihnen direkt besser...




wie immer gilt: zum Vergrössern anklicken


Es wird pendikeln

Wie Pendikel in ihrem Blog verlautbarten, wird demnächst (Ende Mai) der noch unbetitelte Nachfolger zum grandiosen Don't Cry, Mondgesicht in der BluBox in Troisdorf aufgenommen. Tja, Schnurbärte sind bäh drückt die Daumen, daß alles glatt geht, denn daß ich großer Fan bin, sollte ja kein Geheimnis mehr sein...

Vor der irgendwann mal anzunehmenden VÖ steht noch der 10. Juli im Sonic Ballroom in Köln-Ehrenfeld, da wird man dann ersten Augenschein auf die neuen Songs nehmen können. (Hoffentlich nicht nur) Ich freu mich drauf!

btw, hab gerade nochmal mein Review bei buzzer gelesen, nächstes mal wird das Review weniger tappsig und unbeholfen. Versprochen!

Donnerstag, Mai 14, 2009

Kernkompetenz wird ausgelagert

In Zukunft werden News, Reviews, Konzertberichte und - vielleicht irgendwann auch mal - Interviews zusätzlich zu dieser kleinen Oase der Misanthropie auch oder vornehmlich beim Tinnitus-Magazin veröffentlicht. Eine erste Kostprobe findet sich hier.

An verschiedenen Metal-, Hardcore-, Indie- oder was auch immer Spielarten Interessierte mögen auch dort bitte regelmäßig vorbeischauen. Tinnitus arbeitet von der Hamburger Zentrale aus mit Enthusiasten aus fast dem ganzen Bundesgebiet zusammen und bietet so einen feinen Überblick über das obligatorische Musikgeschehen abseits der ganz großen Namen, also viel Spaß damit und häufiger mal vorbei surfen, gelle.

Nur am Rande

Barca gewinnt nach dem El Clasico und dem 100. Meisterschaftstor auch die Copa del Rey gg Bilbao (Endstand 4:1). Hoffentlich nicht die letzte Erfolgsmeldung aus der Schnurbärte-sind-bäh-FC-Barcelona-Dependance. ;-)

Sonntag, Mai 03, 2009

100 Mal berührt...

...und 100 Mal rein gegangen. Der FC Barcelona gewinnt nicht nur El Clasico (6:2 im Bernabeu-Stadion in Madrid), sondern macht auch noch im 34. Ligaspiel das 100. Tor! Das sechste, also letzte, für Barcelona war es (Pique in der 83. Minute). Das machte es dann hinten raus auch nochmal spannend, ob es denn gelingen würde, die 100er Marke zur ultimativen Demütigung des ewigen Rivalen zu durchbrechen.

Da ich ja nicht nur SC Freiburg-Fan, sondern auch FC Barcelona-Sympathisant bin, macht das in allen Belangen mehr Spaß als der schon deutliche 4:0-Erfolg gg eine (inter)national nur bedingt konkurrenzfähige Mannschaft. Diesmal ohne Toretrinken, aber war vllt auch besser so...

Sonntag, Februar 15, 2009

Mal wieder Vorfreude

Nachdem ich letztens im - laut Selbstbeschreibung - besten Plattenladen der Welt aka Plattenbau in Aachen die nicht mehr ganz neue aktuelle Oneida-Platte Preteen Weaponry erwerben konnte, ist auf Oneidas Homepage bereits der zweite Teil der Thank-Your-Parents- Trilogie angekündigt. Rated O wird im Juni dieses Jahres erscheinen und entweder als dreifach CD oder dreifach LP zu erwerben sein. Im Anschluß an die VÖ folgt im Juli und August eine US- und Europa-Tour! Ich freu mich drauf und bis zu einem Livereview wird hier dann wohl auch erstmal Schweigen herrschen. Allerdings erst nach den folgenden Oneida-Videos.


Oneida - Ghost in the Room




Oneida - Up with People

Samstag, Februar 14, 2009

Nadja war zu Besuch

Bei Schnurbärte sind bäh ist es in letzter Zeit nicht nur um Nadja etwas ruhiger geworden. Die Gründe dafür liegen weniger bei Nadja, sie sind produktiv wie eh und je (einige Splits (u.a. eine zweite mit Atavist), eine 7", verschiedene Reissues (u.a. eine Thaumogenesis/Thaumoradiance Doppel-CD) usw seit dem letzten Album Desire in Uneasiness), aber ich eben nicht. Über das Warum, Weshalb und Wieso Nicht breiten wir das Mäntelchen des Vergessens.

Zum Hören zu Hause kam dann endlich auch mal die Gelegenheit Nadja in Lebensgröße zu sehen - no pun intended. Am 21.01. spielten sie im Kölner Sonic Ballroom. Vollkommen überraschend war ich viel zu früh da, also pünktlich um 20 Uhr zum Einlassbeginn. Immerhin ließ das genug Zeit ein Bier zu trinken und mit dem momentanen Badewannenbuch weiter zu kommen (Paul Austers Die Erfindung der Einsamkeit). Der angenehm schreddrige Sonic Ballroom füllte sich zunächst langsam und kurz vor halb zehn dann ruckartig. Die Kölner scheinen da ein besseres Timing zu haben als wir vermeintlichen Landeier. Das Ergebnis war, daß Melanchoholics, die als Vorband auftraten vor einer rappelvollen Bude spielten. Den Leuten schien es wohl auch zu gefallen, mir nicht. Prätentiöses Ambient-Doom-Gedudel, das Nadja wohl nicht unähnlich sein sollte, aber leider weder Tiefe, Breite, Emotionalität, Kühle, Entfremdung, Schüchternheit noch Verhuschtheit oder irgendwas zu bieten hatte. Vielleicht hat mich auch einfach nur das Repertoire an Metal-Posen des Gitarristen und des Bassisten gestört. Na, seis drum. Von denen wird man entweder noch hören oder eben nicht. Nach angenehm kurzer Umbaupause, also etwa 10 Minuten später, fingen dann Nadja an zu spielen, da offensichtlich nicht wenige Leute, darauf schon keinen Bock mehr hatten, war der Laden beim ersten Song nur noch dreiviertel voll, nach dem zweiten Song und ca 20 Minten Spielzeit, war er dann nur noch gut zur Hälfte gefüllt. Menschen sind halt komisch. Entsprechend, dann auch die Ansage, daß Nadja jetzt noch einen Song spielen würden und dann wäre Schluß. Verwirrte Blicke, Enttäuschung, leises Murren. Knapp 45 Minuten später war dann nach einer kurzen Shoegazer-Pop-Zugabe Ende. Bis dahin ein gelungener Abend, außer daß der Bassist der Vorgruppe wohl komplett durch war und zwei Damen in einer Irrsinnslautstärke während des kompletten Nadja-Sets irgendwas zu erzählen hatte. Was wunderbar die sehr leisen Parts, die den Pol Ambient ausloteten, konterkarrierte. Er war ja nicht der einzige, der offensichtlich auf Konzerte geht, um sich mal ordentlich auszumären. Also, nochmals, seis drum.

Wenden wir uns nochmal den erfreulichen Aspekten des Abends zu. Zum einen hat Paul Auster meine momentane Gemütslage auf den ersten Seiten von Die Erfindung der Erinnerung (zweiter Teil in besagtem Die Erfindung der Einsamkeit) ganz gut skizziert - in Stichworten: Melancholie, Selbstmitleid, depressive Dissoziation - und zum anderen waren Nadja einfach super. Pop, als Shoegazer, scheint ein wenig mehr Gewicht zu bekommen, dafür weicht der Metal aus den Arrangements, was jetzt nicht das schlimmste ist. Obige Kriterien, die Melanchoholics komplett abgingen, werden bei Nadja im Vorbeigehen erfüllt. Zutiefst düstere Klangwelten werden mit einer Leichtigkeit vorgetragen, die einen trotz der depressiven Ästhetik mit einem debilen Grinsen nach Hause gehen lässt. Früher nannte man sowas wohl Katharsis, bei Musik wird das meistens für Harte-Jungs-Musik verwendet (Neurosis, Isis oder so Zeug, sicherlich nicht so schlimm wie der ganze NuMetal-Quatsch und bestimmt auch irgendwie tolle Musik, aber irgendwie zu wenig gebrochen). Den von Martin Büsser für Bohren und der Club of Gore ins Spiel gebrachte Begriff der Erhabenheit (vgl. intro-Review zu Dolores) lässt sich auch für Nadjas Musik trefflich verwenden. In der Spannung aus Konzentration und sich treiben lassen entsteht aus all den düsteren Elementen eine eigentlich schon zu schnöde Schönheit und man schreibt sich um Kopf und Kragen, wenn man sie zu erfassen versucht. Von love, peace und happiness, Versöhnung und Relativierung will hier ja wohl niemand etwas lesen. (Notiz an mich selber: häufiger mal wieder Godfleshs Merciless EP hören)

Über den Rest des Abends aka die Heimreise hüllen wir den Umhang des Schweigens. Nur so viel: ein Fahrkartenautomat und mein Fuß waren involviert.

Sonntag, Februar 01, 2009

Bloggen war vorgestern? Twittern gestern? Und jetzt...

ein weiteres Morgengrauen

Freitag, Januar 23, 2009

Klowände, Blogs usw

Letztens stolperte ich in der örtlichen Elite-Universität über einen nicht ganz unkomischen Klospruch:

Studium verkackt?
Arsch abwischen, weiter machen

Dieser kleine Aphorismus erfüllte mich zwar nicht mit so viel Heiterkeit wie die Enthüllungen über Cenks Mutter, aber ein Schmunzeln konnte ich mir da doch nicht verkneifen.

So langsam sollte man die These von den "Du bist Deutschland"-Klappstühlen wohl neu definieren, daß Blogs die neuen Klowände seien. Denn Blogs sind die Klowände der Klowände, zumindest scheint Schnurbärte sind bäh diese These zu stützen.